DEFA „Unterwegs zu Lenin“

Wann die geistige Reise Victor Kleists, Sohn einer bürgerlichen Familie und Kommunist, zu Lenin begann, ist nicht genau zu datieren. 1919 aber macht er sich persönlich auf den Weg nach Moskau, als Kurier der KPD mit zwei Briefen für Lenin in der Tasche. Es wird eine abenteuerliche, gefährliche Fahrt, und die erste Begegnung mit der Roten Armee erlebt Viktor mit

gehobenen Armen. Als seine Identität geklärt ist, hilft man ihm schnell weiter. In Moskau angekommen, sieht Viktor den nüchternen Alltag der Revolution, der aus harter Arbeit besteht. In Lenins Auftrag arbeitet er mit der Revolutionärin Lena an einem Aufruf zur Kommunistischen Jugendinternationale. Dann kommt die erschütternde Nachricht von der Niederschlagung der Bayerischen Räterepublik. Und schließlich die Begegnung mit Lenin selbst, der Viktors revolutionäre Romantik auf den Boden der Tatsachen stellt und ihm ein Programm für den Kampf in Westeuropa mitgibt. Viktor macht sich auf den Weg zurück. Im Zug sitzt er neben einem aus der Gefangenschaft heimkehrenden Soldaten, dessen gerade gewonnene revolutionäre Einsicht unter dem Eindruck des nahenden Deutschlands schwindet – ein Erlebnis, das Viktor die Herausforderung der Zeit verdeutlicht.
Quelle: Filmdatenbank der DEFA-Stiftung.

Die Studio Hamburg Postproduction GmbH übernahm die Vollrestauration des Filmes im Jahr 2017